Wie ich einen Monat lang nur Essen fotografiert habe

Zu Beginn dieses Abenteuers wollte ich und habe ich noch alle Bilder für die Website mit meinem Handy gemacht. Mir ist die Qualität auch irgendwie ausreichend erschienen. Mit der Zeit habe ich dann angefangen mich näher mit Fotografie und besonders Food-Photography auseinanderzusetzen. Ich habe noch immer mein altes Handy verwendet, aber die Belichtung verbessert und die Fotos dann auch stark bearbeitet. Manchmal konnte ich so aus einer lahmen Ente einen relativ straßentauglichen Kompaktwagen zaubern. Hin und wieder sah das Essen auf den Bildern aber irgendwie nach Erbrochenem aus. Ich wollte aber auch nicht in eine Spiegelreflexkamera investieren, weil es mir wichtig war, unsere Kosten möglichst gering zu halten.

Bessere Kamera – Bessere Bilder

Im April bin ich dann mit meiner Freundin in den Urlaub gefahren. Die hatte ihre Spiegelreflex mit und ich durfte mich ausgiebig damit spielen. Nach diesen sehr erleuchtenden Tagen in den Niederlanden meinte Sie, dass ich die Kamera für meine Fotos behalten dürfe. In den ersten Wochen wusste ich überhaupt nichts mit diesem Kastl anzufangen. So lag es ewig auf meinem Schreibtisch rum und sammelte statt Fotos nur eine dicke Staubschicht. Hin und wieder versuchte ich auf gut Glück einen Schnappschuss zu erzielen, scheiterte jedoch kläglich. Irgendwann habe ich mir dann mal gedacht, dass es so nicht weitergehen könne. Wenn man irgendwas beherrschen mag, darf man nicht einfach so annehmen, dass einem das nötige Know-How einfach so in den Schoss fällt. Man muss sich richtig informieren. Das habe ich dann auch gemacht und mich nach einer kurzen Phase der Überwindung intensiv in Belichtungszeit, ISO und Blende eingelesen.

Fotografieren will gelernt sein

Mit meinem neuen Wissen konnte mich dann kein zu warmes Licht, kein zu harter Schatten mehr aufhalten. Als ich dann die neuen Bilder mit den Alten verglich, sah ich erst, was für einen Blödsinn ich am Anfang fotografierte. Ich musste also alle Bilder – und das waren immerhin über 20 – neu machen. Also habe ich über 20-mal dieselben Rezepte nochmal gekocht, nochmal fancy angerichtet und nochmal perfekt belichtet. Alleine das hat mich ungefähr einen Monat gekostet. Trotzdem war es die Mühen auf alle Fälle wert, weil ich so noch einige Rezepte verbessern konnte und unsere Fotos jetzt einfach nur on fleek sind. Außerdem hat es Spaß gemacht etwas Neues zu lernen und inzwischen ist die Fotografie schon zu einem neuen Hobby geworden. Der Insta-Fame kann also kommen. 

Hier ein paar Beispiele

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