Steine im Weg

Damit wir starten können, brauchen wir den Gastgewerbeschein. Der kommt uns aber nicht einfach so per Brieftaube zugeflogen. Man muss dafür eine Prüfung bei der WKO ablegen.

Nun soll man sich auf eine solche Prüfung vernünftig vorbereiten. Dazu kann man entweder einen Kurs für ca. 1000 Kröten besuchen, oder nur vom  Skriptum um 132 Mäuse lernen. Ich habe mich für letzteres entschieden und mir das 800-Seiten Monster gegönnt.

Bei der Prüfung gibt es einen schriftlichen Teil und drei mündliche Teile. Für jeden Antritt muss man 78 Euronen blechen. Abgehalten wird das ganze Spektakel in der WKO Wien, Meisterprüfungsstelle für Gastronomie. Die schriftliche Prüfung war für mich kein Problem, weil da großteils mathematische Fragen wie Buchhaltung oder Kostenrechnung gestellt wurden. Von diesem Kuchen hab ich schon mal auf der Uni gekostet. Bei der Mündlichen sah ich jedoch schon beim Lernen einige Problemchen.

Es waren um die 500 Seiten die sehr penibel abgefragt wurden. Darunter hauptsächlich Informationen, die wir für unser Vorhaben nicht brauchen. Zum Beispiel alles über Alkohol – von den Anbaugebieten verschiedenster Reben bis zu Empfehlungen als ideale Begleitung zum Essen. Oder auch alle Teile vom Schwein und was daraus nicht alles zubereitet werden kann – danke für gar nichts. Bei der mündlichen Prüfung wird in folgende Kategorien unterteilt: Lebensmittelkunde, Getränkekunde, Servierkunde, Logistikkunde, Lebensmittelhygiene, Unfallverhütung, Umweltschutz und Recht, wobei letzteres durch seinen Umfang und seine Komplexität eine besondere Herausforderung für mich darstellte.

Während der Prüfung erkannte ich, dass in meinen Unterlagen teilweise veraltete Informationen enthalten waren. Von drei mündlichen Teilen konnte ich leider nur einen bestehen und zwar Berufs- und Fachkunde, da ich mich nicht angemessen auf die Prüfung vorbereitet habe. Deswegen darf ich nun im Oktober wieder mein Glück versuchen. Dafür habe ich diesmal genug Zeit zum büffeln.

Mein unzureichende Wissen über die Zubereitungsmöglichkeiten eines Schweinenacken wird unseren Start voraussichtlich auf den späten Herbst verzögern. Das verschafft uns jedoch bessere Startbedingungen, weil im Herbst eh mehr Leute in der Stadt sind, als im Sommer. Ausserdem können wir uns noch besser vorbereiten, um euch schließlich das Bestmögliche zu bieten.

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